ChatGPT
OpenAI
„Der unangefochtene Allrounder fuer Einsteiger und Profis."
- Free + Plus
- DSGVO im Business
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Welche KI-Tools wirklich helfen, wenn du Texte schreibst, überarbeitest oder übersetzt — mit AITI-Bewertung, Use-Case-Logik und Walk-through.
Für die meisten Berufstätigen ist 2026 ChatGPT oder Claude die richtige Wahl — beide schreiben Deutsch mittlerweile auf Muttersprachler-Niveau, vorausgesetzt du gibst ein präzises Briefing und iterierst zwei bis drei Mal. Claude wirkt bei längeren Dokumenten ruhiger und weniger plapprig, ChatGPT ist der pragmatische Allrounder mit dem breitesten Tool-Use. Für die letzte Korrektur und Tonalitäts-Anpassung ist DeepL Write die deutsche Spezialitäten-Wahl. Mistral (Le Chat) lohnt sich, wenn DSGVO im Vordergrund steht.
Vom Prompt zum fertigen Text
Wie sieht es aus, wenn du Claude oder ChatGPT für einen Text einsetzt? Bei jedem Replay siehst du eine andere Variante.
Schreibe eine Einleitung für eine Verkaufsseite für ein KI-Schulungsprogramm — Zielgruppe sind Selbstständige.
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OpenAI
„Der unangefochtene Allrounder fuer Einsteiger und Profis."
DeepL
„Deutscher Schreib-Assistent — sehr stark fuer Tonalitaet und Stil."
„Stark integriert in Google Workspace, sonst unauffaellig."
| Tool | Score | Preis | DSGVO | Anfänger? | Typischer Use-Case |
|---|---|---|---|---|---|
| ChatGPTOpenAI | 8.6 | kostenlos+ ab 22€/Mo | nur im Business-Plan | ja | E-Mails verfassen, Texte umformulieren, Brainstorming, einfache Recherche. |
| ClaudeAnthropic | 8.4 | kostenlos+ ab 18€/Mo | ok | ja | Lange Texte, strukturierte Dokumente, Coding-Reviews, komplexe Recherche. |
| GeminiGoogle | 8.5 | kostenlos+ ab 22€/Mo | ok | ja | Workspace-integriert: E-Mail-Drafting in Gmail, Tabellen-Analyse in Sheets. |
| Mistral / Le ChatMistral AI | 8.3 | kostenlos+ ab 15€/Mo | ok | ja | Texte und Code im EU-Datenschutz-Rahmen. |
| GrokxAI | 7.0 | kostenlos+ ab 30€/Mo | kritisch | ja | Live-Trend-Recherche auf X, Echtzeit-Sentiment zu Themen. |
Wer Texte schreibt, hat selten das eine Problem — sondern eine Mischung aus Briefing, Erstentwurf, Korrektur, Stilanpassung und Übersetzung. Diese Faustregeln helfen dir bei der Tool-Wahl:
Wenn du nur ein Tool willstChatGPT
Pragmatischer Allrounder. Kostenlos für den Alltag, mit Plus-Plan stark genug für Buch-Projekte. Sehr gutes Deutsch, App auf jedem Gerät.
Wenn du lange, strukturierte Dokumente schreibstClaude
Hält bei mehrstündigen Sitzungen am gleichen Dokument den Faden. Sprachlich ruhiger als ChatGPT. Mit Claude Cowork direkter Zugriff auf eigene Dateien.
Wenn du in Google Workspace lebstGemini
Direkt in Gmail, Docs und Sheets eingebaut. Smart-Compose und Tabellen-Analyse zum Standard. Außerhalb des Google-Ökosystems verliert es schnell seinen Reiz.
Wenn du deutsche Texte korrigieren willstDeepL Write
Stark bei Tonalitäts-Anpassung und Reformulierung. Speziell auf DACH-Schreibstil trainiert — der letzte Schliff vor dem Versenden.
Wenn du in Notion arbeitestNotion AI
Direkter Zugriff auf deine Notion-Daten, kontextsensitive Q&A, Schreib-Assistenz am Cursor. Macht nur Sinn, wenn Notion zentral ist.
Wenn du regelmäßig auf Englisch schreibstGrammarly oder ChatGPT
Grammarly als Browser-Plugin etabliert und unaufdringlich. ChatGPT mächtiger, braucht aber den Tool-Wechsel.
Faustregel: Lieber ein Tool gut beherrschen als drei oberflächlich. Die Unterschiede zwischen den großen LLMs sind im Alltag kleiner, als die Reviews suggerieren. Was wirklich zählt, ist deine Prompting-Routine — nicht das Modell.
So sieht ein typischer AITI-Workflow aus, wenn wir eine Verkaufsseite schreiben. Nimm das als Schritt-für-Schritt-Vorlage — der Ablauf funktioniert auch für Blog-Posts, Newsletter und Pitch-Decks.
Briefing strukturieren
Wer ist die Zielgruppe? Welches Problem löst dein Angebot? Was ist der eine Satz, mit dem die Leser*innen rausgehen sollen? Drei Fragen, drei Absätze — keine 30 Seiten Briefing-Doc.
Erste Version generieren
Briefing als Kontext in eine neue Claude-Konversation. Erst eine Outline mit fünf bis sieben Sektionen anfordern, reviewen, ggf. tauschen. Dann pro Sektion einzeln ausarbeiten lassen.
Iterieren
Sag konkret, was nicht passt: „Sektion drei ist zu generisch — füge ein konkretes Kunden-Beispiel ein.“ Gute LLM-Texte entstehen in 5–10 Runden, nicht im ersten Wurf.
Faktencheck — manuell
Alle Zahlen, Zitate, Quellen prüfst du selbst. LLMs halluzinieren am verlässlichsten genau dort, wo es am überzeugendsten klingt. 10 Min pro Faktenangabe.
Stil-Anpassung mit DeepL Write
Fertigen Text in DeepL Write kopieren, Tonalität wählen („freundlich-professionell“). Hier passiert die letzte 10 % Politur, die einen LLM-Text von einem menschlichen unterscheidet.
Lesbarkeits-Test laut vorlesen
Wo du stolperst, schreibst du um. Banal, aber der Schritt mit dem größten Effekt auf Conversion-Texte — und der von fast allen übersprungen wird.
Insgesamt: 60–90 Min für eine vollständige Verkaufsseite. Ohne KI-Workflow waren das früher 4–6 h. Der Gewinn ist nicht die Tool-Wahl — es ist der strukturierte Ablauf.
Marketing-Suiten wie Jasper oder Copy.ai. Beide bündeln vorgefertigte Templates für Marketing-Texte, was bequem klingt. In der Praxis liefern unsere Teilnehmer mit ChatGPT plus eigenen Prompts schneller bessere Ergebnisse — und sparen den dreifachen Preis. Die Templates klingen schnell nach generischer Marketing-Sprache. Wenn du mit gutem Prompting nicht klarkommst, lerne lieber das (siehe Crashkurs), als dich auf Templates zu verlassen.
Reine "AI Detector"-Tools. Tools, die behaupten zu erkennen, ob ein Text von einer KI geschrieben wurde, sind unzuverlässig. Sie liefern viele False Positives auf gut geschriebenen menschlichen Texten und werden auch von durchschnittlich überarbeiteten LLM-Texten getäuscht. Vertrau dem nicht.
Ein Desktop-Agent erledigt vieles davon in einem Lauf.
Im AI-Crashkurs zeigen wir live, wie ein Desktop-Agent per Sprachnachricht in Excel, PowerPoint, Miro arbeitet und am Ende ein Video rendert. 90 Min, kostenlos.
Für die meisten Anwendungsfälle: ChatGPT oder Claude. Beide haben in den letzten zwei Jahren beim Deutschen massiv aufgeholt und sind heute praktisch nicht mehr von qualifizierten Muttersprachler-Texten zu unterscheiden — vorausgesetzt du gibst ein präzises Briefing und iterierst zwei bis drei Mal. Für die letzte Politur ist DeepL Write die deutsche Spezialitäten-Wahl.
Die kostenlose Version reicht für gelegentliches Schreiben. Plus lohnt sich, sobald du regelmäßig längere Dokumente bearbeitest, die DeepResearch-Funktion brauchst, oder mit eigenen Custom-GPTs arbeitest, die deinen Stil kennen. Faustregel: wenn du mehr als 30 Min pro Tag mit ChatGPT verbringst, ist Plus die 22 € wert.
Drei Tricks helfen sofort: (1) Gib dem Modell konkrete Beispiele für deinen Stil — wenige Absätze deines eigenen Schreibens reichen oft schon. (2) Verbiete explizite Floskeln im Prompt: "Vermeide Wörter wie 'leverage', 'unleash', 'transformative', 'das Tor zu', 'in der heutigen schnelllebigen Welt'." (3) Lies den Output laut vor — alles, woran du stolperst, schreibst du um. Der größte Stil-Hebel ist nicht das Tool, sondern dein Editing-Schritt.
Nein, wenn sie Mehrwert liefern. Google hat 2024 explizit klargestellt, dass die Quelle (Mensch oder KI) nicht das Ranking-Kriterium ist — sondern Hilfreichkeit, Originalität und Expertise. Was schadet: dünne, generische Massentexte ohne eigene Sicht. Wer KI-Texte als Rohversion nimmt und mit eigener Expertise anreichert, schreibt SEO-tauglichen Content. Tieferer Einblick in unserem [Beitrag zu programmatischem SEO](/denkanstoesse/programmatisches-seo).
Mistral (Le Chat) hat als europäischer Anbieter die klarste DSGVO-Story. Claude ist über die Standard-Pläne sauberer als ChatGPT (das nur im Business-Plan wirklich DSGVO-konform ist). Für sensible Geschäftsdaten ist auf jeden Fall der jeweilige Business- oder Enterprise-Plan der richtige Weg — nicht der kostenlose Tier.
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