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Aus dem InstitutAusgabe vom 29. Juni 2026
AI Usecases

Videos mit KI erstellen: eigene Templates mit Hyperframes

Videos mit KI erstellen ohne Schnitt: Wie du mit Hyperframes und Claude Code wiederverwendbare Video-Templates baust, ganz ohne Designkenntnisse.

VON JENNY MILLER·29. JUNI 2026·LEKTÜRE 6 MIN.
Video-Template mit KI, Hyperframes und Claude Code erstellen

Du brauchst ein Video für dein nächstes Angebot, deinen Launch oder dein Event, und sofort meldet sich der innere Kostenrechner. Agentur, Schnittprogramm, Renderzeit, eine Person, die sich damit auskennt. Das Video bleibt liegen, weil der Aufwand größer wirkt als der Nutzen.

Gleichzeitig verspricht dir gefühlt jedes zweite Tool das perfekte Video auf Knopfdruck. Am Ende hältst du einen generischen Clip in der Hand, der nicht zu deiner Marke passt, den du kaum anpassen kannst und der beim nächsten Mal wieder bei null anfängt. Schön anzusehen, aber nicht dein Video.

Es gibt einen dritten Weg, und der ist überraschend pragmatisch. Du kannst Videos mit KI erstellen, indem du dir einmal eine Vorlage mit deinen Farben, Schriften und deinem Logo baust und sie danach immer wieder neu befüllst, in Minuten statt Tagen. Genau das hat Duncan Tafel im Umsetzungsworkshop „Remotion in Action" live gezeigt, mit Claude Code und einem Framework namens Hyperframes. Lass uns gemeinsam schauen, wie das funktioniert.

Was bedeutet „Videos mit KI erstellen" wirklich?

Videos mit KI erstellen heißt heute zweierlei: Entweder du lässt eine KI ein komplettes Video generieren, oder du nutzt KI, um die Bausteine eines Videos zu steuern. Der erste Weg ist bequem, der zweite gibt dir Kontrolle, Markenkonsistenz und Wiederverwendbarkeit.

Klassische KI-Videogeneratoren wie Synthesia, HeyGen oder Runway erzeugen aus einem Text oder Avatar ein fertiges Video. Ideal für schnelle Einzelstücke. Sobald du aber zehn Videos im gleichen Look brauchst, beginnt die Fleißarbeit von vorne. Der template-basierte Ansatz dreht das um: Du beschreibst deiner KI, wie das Video aufgebaut sein soll, und sie schreibt die Vorlage dafür. Das Framework dahinter heißt Hyperframes.

Was ist Hyperframes und warum jetzt?

Hyperframes ist ein Open-Source-Framework des KI-Video-Anbieters HeyGen, mit dem Videos aus Code entstehen statt aus einer Timeline im Schnittprogramm. Das Besondere: Du musst es nicht selbst programmieren. Du lädst Hyperframes als Skill in einen KI-Agenten wie Claude Code, beschreibst dein Wunschvideo, und der Agent baut die Vorlage für dich.

Wer den Begriff Remotion kennt, erkennt die Linie. Remotion war der React-basierte Vorläufer, mit dem sich Videos schon länger aus Code erzeugen lassen. Hyperframes ist die für KI-Agenten gedachte Weiterentwicklung, und es bringt sogar einen eigenen Baustein mit, der bestehende Remotion-Videos übersetzt. Im Workshop hieß das Thema deshalb „Remotion in Action", in der Umsetzung haben wir auf den moderneren Hyperframes-Weg gesetzt. Kein Terminal-Wissen, keine Programmierkenntnisse, kein klassischer Schnitt. Wer schon einmal mit ChatGPT oder Claude gearbeitet hat, kommt gut zurecht.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Rund 92 Prozent des weltweiten Internetpublikums haben zuletzt Videos online angesehen. Gleichzeitig boomt der Markt für KI-Video: HeyGen, der Anbieter hinter Hyperframes, wurde laut „The Decoder" bereits 2024 mit über 500 Millionen US-Dollar bewertet. Und Coding-Agenten wie Claude Code führen heute mehrstufige Aufgaben autonom aus und erzeugen echte Dateien, nicht nur Text. Diese drei Entwicklungen treffen in diesem Workflow zusammen.

Remotion oder Hyperframes: warum wir uns für Hyperframes entschieden haben

Remotion und Hyperframes verfolgen dasselbe Ziel, Videos aus Code, gehen es aber unterschiedlich an. Remotion ist ein React-Framework, das ursprünglich für Entwickler gedacht ist, die Video-Komponenten selbst schreiben. Hyperframes ist von Grund auf für die Zusammenarbeit mit KI-Agenten gebaut und bringt fertige Design-Muster mit, die ein Agent wie Claude Code direkt nutzt.

KriteriumRemotionHyperframes
GrundideeReact-Framework für Videos aus CodeFür KI-Agenten gebautes Framework
BedienungKomponenten selbst programmierenAgent baut, du beschreibst
SetupProjekt manuell aufsetzenAls Skill laden, agentenfreundliche Architektur
Bestehende ProjekteAusgangsbasisÜbernimmt Remotion-Videos per Übersetzungs-Baustein

Für den Workshop fiel die Wahl auf Hyperframes, weil es genau für den Weg gemacht ist, den wir gehen: Du gibst die Anweisungen, Claude Code baut das Video. Das spart Handarbeit, bleibt nah an der aktuellen Agenten-Entwicklung und nimmt vorhandene Remotion-Projekte trotzdem mit.

Wie erstellst du ein Video mit KI ohne Schnitt?

Du erstellst ein Video in zwei Schritten, und für beide gibst du nur Anweisungen in normaler Sprache. Im Workshop „Remotion in Action" haben wir genau diesen Ablauf live durchgespielt.

Im ersten Schritt schneidest du dein Rohmaterial automatisch. Du nimmst ein einfaches Talking-Head-Video von dir auf und lässt Claude Code es mit den Werkzeugen Whisper und FFmpeg säubern. Der Agent erkennt Pausen, Versprecher und Fehlstarts und entfernt sie, inklusive sauberer Audio-Übergänge. Bei einem Teilnehmer wurde so aus knapp sechs Minuten Rohmaterial ein straffer Clip von rund anderthalb Minuten, ganz ohne Schnittprogramm.

Im zweiten Schritt baust du das eigentliche Video mit Hyperframes. Du lädst das Framework einmalig als Skill in dein Projekt, beschreibst dein Format, und Claude erstellt die Vorlage mit deinen Markenelementen. Texte, Bilder oder das Hintergrundvideo tauschst du danach beliebig aus. Was du dafür brauchst, ist überschaubar: einen Claude Account oder einen Anthropic API-Key, Claude Code, einen Editor wie Visual Studio Code, dazu Node.js und FFmpeg.

KI-Videogenerator oder Hyperframes: Was passt zu dir?

Beide Wege haben ihre Berechtigung. Der entscheidende Unterschied liegt in Wiederverwendbarkeit und Markenkontrolle. Diese Übersicht hilft dir bei der Einordnung:

KriteriumKI-Videogeneratoren (Synthesia, HeyGen, Runway)Hyperframes mit Claude Code
EinstiegSofort im Browser, kein SetupEinmaliges Setup, danach simpel
MarkenkonsistenzBegrenzt, generische VorlagenDeine Farben, Fonts und Logos fix verankert
WiederverwendbarkeitJedes Video neuVorlage einmal bauen, immer wieder befüllen
AnpassbarkeitAn die Tool-Grenzen gebundenVolle Kontrolle über jedes Element
Ideal fürSchnelle EinzelvideosWiederkehrende Formate wie Reels, Angebote, Einladungen

Kurz gesagt: Für ein einmaliges Video greifst du zum Generator. Für alles, was du regelmäßig brauchst, lohnt sich die Vorlage. Wie wir auch in unserem Überblick zur KI-Videogenerierung 2025 zeigen, geht es selten um das eine perfekte Tool, sondern um den Workflow, der zu deinem Anwendungsfall passt.

Welche Videos lohnen sich mit diesem Ansatz?

Am meisten lohnen sich Formate, die du regelmäßig im gleichen Look brauchst. Im Workshop haben wir drei davon live gebaut. Klick dich durch die Beispiele:

In unseren Umsetzungsworkshops sehen wir immer wieder denselben Aha-Moment: Sobald die erste Vorlage steht, entsteht das zweite Video in einem Bruchteil der Zeit. Genau darin liegt der Hebel. Du investierst einmal in die Vorlage und sparst danach bei jedem einzelnen Video. Wer ohnehin systematisch Inhalte produziert, findet weitere Ideen in unserem Artikel zur Content Automation im Marketing.

Diese Ergebnisse sind im Workshop entstanden

Drei kurze Clips, die Teilnehmer:innen mit genau diesem Workflow gebaut haben:

Fazit: einmal aufsetzen, immer wieder ernten

Videos mit KI erstellen muss weder teuer noch kompliziert sein. Der Unterschied zwischen einem generischen Clip und einem Video, das wirklich nach dir klingt, liegt nicht im Budget, sondern im Setup. Wenn du deine Vorlage einmal mit Claude Code und Hyperframes gebaut hast, wird das nächste Video zur Sache von wenigen Minuten statt zum Projekt von zwei Tagen.

Der sinnvollste nächste Schritt: Suche dir ein Format aus, das du regelmäßig brauchst, und baue dafür deine erste Vorlage. Genau dabei nimmt dich der Workshop an die Hand.


Mehr in unserer KI-Tool-Übersicht

Die vollständige AITI-Tool-Übersicht zeigt alle Tools, die wir aktuell empfehlen, mit Bewertung, Use-Case-Logik und Lernpfad. Zur Vertiefung: KI-Tools für Video.

Wie kannst auch du diesen Use-Case konkret umsetzen?

We Present·Umsetzungsworkshop

Remotion in Action

mit Duncan Tafel

Dein nächstes Marketing-Video ist keine Frage des Budgets, sondern von Minuten und dem richtigen Setup. Mit Claude Code und Hyperframes baust du wiederverwendbare Video-Templates: einmal aufsetzen, immer wieder befüllen.

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inkl. 50+ Std. Workshop-Archiv

Quellen

  1. [1]The Decoder. AI video startup HeyGen raises $60 million and is now worth more than $500 millionhttps://the-decoder.com/ai-video-startup-heygen-raises-60-million-and-is-now-worth-more-than-500-million/
  2. [2]HeyGen. Hyperframes: Open-Source-Framework für Video mit KI-Agentenhttps://github.com/heygen-com/hyperframes
  3. [3]Statista. Share of global online video viewers 2022-2025, by quarterhttps://www.statista.com/statistics/1489445/online-video-viewers-worldwide-quarterly/
  4. [4]Anthropic. Claude Code: agentisches Coding im Terminal und Editorhttps://www.anthropic.com/claude-code
Jenny Miller

Aus der Feder von

Jenny Miller

Content Lead

Jenny ist Content Lead beim AI Training Institute und schreibt über praktische AI-Anwendungen, Tools und Strategien für den Business-Alltag.