Themen der Woche
🧠 ChatGPT bekommt ein besseres Gedächtnis
🪟 Microsoft baut den Agenten-Stack für Arbeit
🏭 NVIDIA zeigt die Infrastruktur hinter der Agenten-Welle
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Keine Zeit zum Lesen? KI zum Kaffee gibt’s ab sofort auch zum Anhören - erstellt mit Notebook LM.
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🧠 ChatGPT bekommt ein besseres Gedächtnis
OpenAI arbeitet daran, dass ChatGPT sich langfristig besser an relevante Dinge erinnern kann.
Weniger Wiederholung
Wer ChatGPT regelmäßig nutzt, kennt das Problem: Man erklärt immer wieder denselben Kontext. Welche Projekte laufen gerade, welche Vorlieben man hat, welche Tonalität passt, welche Einschränkungen wichtig sind.
Mehr Kontrolle
OpenAI macht die gespeicherten Erinnerungen sichtbarer. Nutzer sollen besser sehen können, was ChatGPT über sie weiß, was davon hilfreich ist und was korrigiert oder gelöscht werden sollte.
Warum das relevant ist
KI wird dadurch zu einem Arbeitsbegleiter, der laufende Themen, Präferenzen und persönliche Arbeitsweisen mitnimmt.
Quelle: OpenAI
🪟 Microsoft baut den Agenten-Stack für Arbeit
Microsoft hat bei Build 2026 gezeigt, wohin die Reise geht: Agenten sollen nicht neben der Arbeit stehen, sondern mitten in Windows, Microsoft 365 und Unternehmenssystemen laufen.
Scout als Arbeitsagent
Microsoft Scout ist ein neuer persönlicher Arbeitsagent für Microsoft 365. Er soll nicht nur auf Prompts warten, sondern im Hintergrund mitdenken: Meetings vorbereiten, Terminkonflikte erkennen, Routineaufgaben übernehmen und mit Teams, Outlook und Unternehmenskontext arbeiten.
Eigene Modelle und Kontrollschicht
Microsoft hat außerdem sieben eigene MAI-Modelle vorgestellt: für Reasoning, Coding, Bild, Sprache und Transkription. Dazu kommen Agent 365, Sicherheits- und Governance-Werkzeuge und neue Standards, um Agenten im Unternehmen kontrollierbarer zu machen.
Neue Geräte für lokale KI
Mit Project Solara und der Surface RTX Spark Dev Box zeigt Microsoft auch die Hardware-Richtung. Agenten sollen nicht nur in der Cloud laufen, sondern auf neuen Gerätetypen und lokalen AI-Workstations.
Quelle: Microsoft
🏭 NVIDIA zeigt die Infrastruktur hinter der Agenten-Welle
NVIDIA hat bei GTC Taipei rund um COMPUTEX 2026 die andere Seite der KI-Welle gezeigt: Agenten brauchen nicht nur Modelle, sondern Rechenleistung, Geräte, Energie, Kühlung und Datenzentren.
KI als Produktionsinfrastruktur
Jensen Huang sprach von AI Factories. Gemeint sind Rechenzentren, die nicht mehr nur Daten speichern oder Websites ausliefern, sondern Intelligenz produzieren.
Der PC wird neu gedacht
Mit RTX Spark will NVIDIA gemeinsam mit Microsoft eine neue Klasse von Windows-PCs für persönliche KI-Agenten bauen. Diese Geräte sollen große Modelle lokal ausführen können, also direkt auf dem Laptop oder Desktop.
Agenten brauchen einen ganzen Stack
NVIDIA hat außerdem Modelle wie Nemotron 3 Ultra, neue AI-Factory-Architekturen und Infrastruktur rund um Vera Rubin, MGX und DSX gezeigt.
Quellen: NVIDIA GTC Taipei und NVIDIA RTX Spark
Was du sonst noch wissen solltest ...
🎨 Reve 2.0 setzt stärker auf Layouts – Bildgenerierung wird kontrollierbarer, weil Nutzer nicht nur prompten, sondern Bildaufbau und Struktur präziser steuern können. Reve
🔬 OpenAI erweitert GPT-Rosalind – das Life-Sciences-Modell bekommt neue Fähigkeiten für Forschung, Tool-Nutzung und Wirkstoffentwicklung. OpenAI
💧 Google reagiert auf Wasser-Debatte rund um Rechenzentren – die Infrastrukturfrage hinter KI wird sichtbarer: Strom, Wasser und Kühlung werden zum Standortthema. Google
🖼️ Ideogram 4.0 erscheint als Open-Weight-Bildmodell – ein starkes Bildmodell kann heruntergeladen, lokal genutzt und angepasst werden. Ideogram
🛡️ Anthropic erweitert Project Glasswing – KI soll helfen, Sicherheitslücken in kritischer Software und Infrastruktur schneller zu finden. Anthropic
👨💻 Claude Code bekommt dynamische Workflows – größere Aufgaben können in strukturierte Agenten-Abläufe zerlegt werden, statt nur in einem langen Chat zu laufen. Claude
🏛️ USA prüfen freiwillige Modellreviews für Cybersecurity – Politik versucht, leistungsfähige KI-Modelle vor Veröffentlichung stärker auf Cyberrisiken zu testen. White House
🧰 OpenAI erweitert Codex um Rollen, Plugins und Sites – Codex wird breiter als nur Coding positioniert: Teams sollen damit Apps, Dashboards und Arbeitsmaterialien bauen können. OpenAI
🧪 Microsoft testet Frontier Tuning – Unternehmen sollen KI-Modelle stärker auf eigene Prozesse und Regeln anpassen können, ohne sensible Daten aus der eigenen Kontrollzone zu ziehen. Microsoft
🧠 Microsoft öffnet Work IQ für Agenten – Entwickler bekommen APIs, mit denen Agenten Microsoft-365-Kontext wie Mails, Kalender, Chats und Dateien besser nutzen können. Microsoft
🏗️ OpenAI baut Stargate in Michigan aus – mit einem neuen 1-GW-Rechenzentrum wird sichtbar, wie stark KI inzwischen an Energie, Standorte und Infrastruktur gekoppelt ist. OpenAI
Empfehlung der Woche 💡
Warum KI nicht mehr nur Co-Pilot ist
Ethan Mollick beschreibt in seinem neuen Artikel einen wichtigen Bruch: Die Phase der “Co-Intelligence”, in der Menschen mit Chatbots hin und her arbeiten, wird gerade von einer neuen Phase abgelöst.
Er nennt sie Co-Existence. Gemeint ist eine Arbeitswelt, in der KI-Systeme in manchen Bereichen bereits eigenständig besser arbeiten als Menschen, aber weiterhin nicht zuverlässig genug sind, um sie blind laufen zu lassen.
Die Frage verschiebt sich von “Wie prompten wir besser?” zu: Welche Arbeit geben wir an digitale Systeme ab, wie prüfen wir deren Ergebnisse und wie bauen wir Organisationen, in denen Menschen und KI-Systeme sinnvoll nebeneinander arbeiten?
Tools der Woche 🧞♂️
Reve
Reve.ai ist ein Bildgenerator, der stärker mit Layouts arbeitet. Statt nur einen Textprompt einzugeben und zu hoffen, dass das Ergebnis passt, lässt sich die Bildstruktur gezielter beeinflussen.
Für Business-Nutzer ist das spannend, weil viele KI-Bilder nicht an der Bildqualität scheitern, sondern an Kontrolle: Wo steht der Text? Wie ist das Motiv aufgebaut? Passt das Layout zur Marke?
Ideogram
Ideogram bleibt eines der spannendsten Tools für KI-Bilder mit Text. Gerade wenn Logos, Poster, Social-Media-Grafiken oder einfache Visuals mit lesbarer Schrift gebraucht werden, ist das praktischer als viele reine Bildgeneratoren.
Mit Ideogram 4.0 wird das Thema noch interessanter, weil ein starkes Open-Weight-Modell verfügbar wird. Das macht Bildgenerierung nicht nur zugänglicher, sondern auch anpassbarer.