Themen der Woche
🍎 OpenAI baut Hardware und Apple klagt
🇨🇳 China meldet sich mit einem KI-Schwergewicht zurück
⚡ New York bremst neue Rechenzentren
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🍎 OpenAI baut Hardware und Apple klagt
OpenAI entwickelt einen tragbaren KI-Lautsprecher für das Wohnzimmer. Gleichzeitig verklagt Apple das Unternehmen wegen angeblich gestohlener Geschäftsgeheimnisse.
KI bekommt ein eigenes Gerät
Laut Bloomberg soll der Lautsprecher ohne Bildschirm auskommen. Kamera, Sensoren und bewegliche Teile sollen ihm helfen, seine Umgebung zu verstehen und sich mit der Zeit an seine Besitzer anzupassen.
Aus Partnern werden Konkurrenten
Apple wirft ehemaligen Mitarbeitern vor, vertrauliche Unterlagen, Produktentwürfe und Informationen über Zulieferer zu OpenAI mitgenommen zu haben. OpenAI weist den Vorwurf zurück. 2024 brachte Apple ChatGPT auf iPhone und Mac. Zwei Jahre später streiten beide Firmen darüber, wer die nächste Gerätegeneration bauen darf.
Der nächste Wettlauf beginnt
Noch ist das Gerät nicht offiziell angekündigt. OpenAI greift damit trotzdem einen Markt an, den Apple, Google und Amazon kontrollieren: den direkten Zugang zum Alltag. Nach dem Wettlauf um das beste Modell beginnt der Wettlauf um das Gerät, auf dem wir KI täglich benutzen.
Quellen: TechCrunch und The Guardian
🇨🇳 China meldet sich mit einem KI-Schwergewicht zurück
Moonshot AI veröffentlicht mit Kimi K3 ein offenes Modell mit 2,8 Billionen Parametern und erhöht damit den Druck auf die großen US-Anbieter.
Das größte offene Modell
Kimi K3 kann Texte, Bilder und sehr große Dokumentenmengen verarbeiten. Es ist auf Programmierung, Wissensarbeit und längere Aufgabenketten ausgelegt. Der Hersteller bezeichnet es als das bislang größte Open-Weight-Modell.
Offen verändert den Wettbewerb
Unternehmen und Entwickler können die Modellgewichte herunterladen, selbst betreiben und anpassen. Bei geschlossenen Modellen von OpenAI oder Anthropic bleibt man auf deren Infrastruktur und Regeln angewiesen.
Europa bekommt mehr Auswahl
Kimi räumt ein, dass das Modell insgesamt noch hinter den stärksten geschlossenen Systemen liegt. Reuters berichtet dennoch von einer rasch kleiner werdenden Lücke zwischen chinesischen und amerikanischen Anbietern. Für europäische Unternehmen werden dadurch KI im eigenen Rechenzentrum, regionale Anbieter und geringere technologische Abhängigkeit realistischer.
⚡ New York bremst neue Rechenzentren
New York pausiert bestimmte Genehmigungen für neue Hyperscale-Rechenzentren und will klären, wer für deren Strom-, Wasser- und Infrastrukturbedarf bezahlt.
Ein Jahr für neue Regeln
Bis zu ein Jahr lang werden bestimmte Umweltgenehmigungen ausgesetzt. In dieser Zeit will der Staat einheitliche Standards für Energieverbrauch, Wasser, Luftqualität und den Ausbau des Stromnetzes schaffen.
KI wird zur Infrastrukturfrage
Neue Rechenzentren benötigen enorme Mengen Strom und Kühlwasser. New York will verhindern, dass Haushalte für neue Leitungen und Kraftwerke zahlen, während die Gewinne bei den Rechenzentrumsbetreibern landen. Ein eigener Fonds könnte die Betreiber am Netzausbau beteiligen.
Andere Regionen werden genau hinsehen
Die Pause ist kein generelles KI-Verbot. Bereits vollständig eingereichte Projekte sind nicht automatisch betroffen. Nach Abschluss der Prüfung dürfen neue Anlagen weitergebaut werden, wenn sie die neuen Standards erfüllen. New York testet damit, wie sich KI-Ausbau und lokale Interessen verbinden lassen.
Quelle: Bundesstaat New York
Was du sonst noch wissen solltest ...
🎵 Ein Hack zeigt, woher Sunos Trainingsmusik stammt – Erbeutete interne Daten sollen belegen, dass Suno Millionen Songs und Texte von YouTube Music, Deezer, Genius und weiteren Plattformen sammelte. 404 Media
📚 Große Verlage klagen gegen Google – Hachette, Cengage und Elsevier werfen Google vor, Bücher ohne Erlaubnis für Gemini verwendet zu haben. The Guardian
🎮 Roblox lässt Spiele am Smartphone bauen – „Build“ erzeugt aus Texteingaben einfache Spiele; die öffentliche Testphase startet am 28. Juli in Neuseeland. Roblox
🎧 Spotify wird zum Gesprächspartner – Erwachsene Premium-Nutzer in den USA, Irland und Schweden können Musik, Podcasts und Hörbücher per Sprache oder Text steuern. Spotify
🎬 George Lucas nennt KI die Zukunft des Filmemachens – Der „Star Wars“-Schöpfer erwartet eine deutlich einfachere Filmproduktion und hält Widerstand gegen die Technik für zwecklos. Variety
🔐 Claude kann Zugangsdaten aus 1Password verwenden – Die Integration erlaubt Anmeldungen für freigegebene Aufgaben, ohne das Passwort für das KI-Modell sichtbar zu machen. The Verge
⏰ Grok führt Automationen ein – Wiederkehrende Aufgaben lassen sich nach Zeitplan starten; bei SuperGrok können auch eingehende E-Mails einen Ablauf auslösen. xAI
🔎 Google Search erledigt Aufgaben in anderen Apps – Der KI-Modus verbindet Dienste wie Instacart, Canva und YouTube Music direkt mit der Suche. Google
⌚ Siri macht die Apple Watch zum kleinen Computer – watchOS 27 führt Informationen aus Apps zusammen und erledigt Aufgaben, für die bisher das iPhone nötig war. The Verge
Empfehlung der Woche 💡
Wenn wir mit KI sprechen, mit wem sprechen wir eigentlich?
Der Philosoph David Chalmers stellt eine Frage, die immer wichtiger wird: Was genau begegnet uns in einem KI-Chat? Seine Antwort ist überraschend. Ein Sprachmodell sei keine feste digitale Person, sondern erzeuge für die Dauer eines Gesprächs eine Art kurzlebiges Gegenüber.
Das Gespräch hilft, KI weder als bloßen Taschenrechner zu unterschätzen noch ihr vorschnell Bewusstsein zuzuschreiben.
Tool der Woche 🧞♂️
Google Vids mit Gemini Omni
Google Vids erzeugt und bearbeitet Videos per Texteingabe. Nutzer können einen neuen Hintergrund, andere Lichtverhältnisse oder eine zusätzliche Szene beschreiben. Aus einem Selfie und einer kurzen Sprachaufnahme lässt sich außerdem ein persönlicher Avatar erstellen, der vorgegebene Texte spricht.