Themen der Woche
🚀 Drei neue KI-Modelle in einer Woche
🛒 Amazon sperrt Metas Muse beim Einkaufen
🛰️ Google will KI-Chips im Orbit testen
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🚀 Neue Modelle von OpenAI, Anthropic und xAI
OpenAI, Anthropic und xAI bringen in derselben Woche neue Modelle heraus. Alle drei zielen auf Programmieren und Wissensarbeit, und bei keinem steigt der Preis.
OpenAI halbiert die Preise
GPT-6 Sol ist für anspruchsvolle Profiarbeit gedacht, GPT-6 Luna für möglichst günstige Anwendungen. In der API kosten beide nur noch halb so viel wie ihre Vorgänger aus der GPT-5.6-Reihe. In ChatGPT laufen sie vorerst im Work- und Codex-Modus, im normalen Chat sind sie noch nicht allgemein verfügbar.
Claude Opus 5.5 arbeitet sparsamer
Anthropic senkt die Tokenpreise und lässt das Modell mit weniger Tokens auskommen. Zusammen soll das bei typischen Aufgaben rund 40 Prozent Ersparnis gegenüber Opus 5 bringen, zudem antwortet Opus 5.5 schneller. In einem Test migrierte es 680.000 Zeilen Code in weniger als einem Tag, eine Arbeit, die sonst Wochen dauert.
Grok 4.7 soll länger durchhalten
xAI hat Grok 4.7 gezielt auf schwierige, zeitintensive Aufgaben trainiert, das Modell soll seine eigenen Ergebnisse besser überprüfen. Gedacht ist es für Programmierprojekte und stundenlange Wissensarbeit, etwa juristische oder finanzielle Analysen. Der API-Grundpreis bleibt auf dem Niveau von Grok 4.6.
Quellen: OpenAI, Anthropic und xAI
🛒 Amazon sperrt Metas Muse beim Einkaufen
Meta baut seinen persönlichen KI-Assistenten Muse aus. Gleichzeitig zeigt Amazon: Ein fremder Agent bekommt nicht automatisch Zugang zu jeder Plattform.
Viele Downloads, unklare Nutzung
Laut einer Schätzung der Analysefirma Apptopia wurde die Muse-App in den ersten zwölf Tagen 1,8 Millionen Mal auf iPhones in den USA und Kanada heruntergeladen. Die Zahl stammt nicht von Meta selbst und verrät nicht, wie viele Menschen Muse dauerhaft nutzen. Der Assistent ist schon seit Anfang September verfügbar; neu sind die ersten Verbreitungszahlen und die nächsten Funktionen.
Amazon hält seinen Shop geschlossen
Wie Axios unter Berufung auf Amazon berichtet, darf Muse auf der Plattform weder suchen noch einkaufen. Amazon habe den Zugriff nicht erlaubt und begründet die Sperre mit Sicherheit und Nutzererlebnis. Sie gilt für Amazon, nicht generell für Einkäufe mit KI-Agenten.
Meta baut Muse weiter aus
Muse soll eine eigene E-Mail-Adresse bekommen und kann mit Erlaubnis Programme auf einem Mac bedienen, auch wenn gerade niemand davorsitzt. Spotify hat eine Musikanbindung angekündigt. Auf Metas KI-Brillen soll Muse erst in den kommenden Monaten laufen, ein kleines eigenes Muse-Gerät gibt es noch nicht zu kaufen. Außerdem stellte Meta eine separate VR-Brille für 2027 vor. Verfügbar ist Muse laut Meta bislang in den USA, Kanada und Mexiko.
Quellen: TechCrunch zu Apptopia, Axios, Meta, Spotify und Meta zu den Brillen
🛰️ Google will KI-Chips ins All schicken
Google kündigt für kommende Woche einen Testsatelliten an. Er soll zeigen, ob die hauseigenen KI-Chips unter Weltraumbedingungen arbeiten können.
Alles beginnt beim Strom
KI-Rechenzentren brauchen viel Energie und viel Fläche. Google prüft, ob Satelliten in einer passenden Umlaufbahn das nahezu durchgehende Sonnenlicht nutzen könnten. Laut Unternehmen ließe sich dort bis zu achtmal mehr Solarstrom gewinnen als auf der Erde.
Zuerst startet ein einzelner Prototyp
Ein Satellit mit Googles TPU-Chips soll als Nutzlast einer SpaceX-Mission ins All fliegen. Der Test soll Daten dazu liefern, wie die Hardware Startbelastung, Strahlung und extreme Temperaturen verkraftet. Bisher gibt es dafür nur Versuche am Boden.
Kühlung und Verbindungen bleiben offen
KI-Chips erzeugen viel Wärme. Im Vakuum fehlt der Luftstrom, also muss sie anders abgeführt werden als auf der Erde. Für ein größeres System müssten Satelliten außerdem schnell miteinander kommunizieren, und die Startkosten müssten wirtschaftlich werden. Zwei vernetzte Testsatelliten sind erst als nächster Schritt für 2027 geplant.
Quellen: Google zur aktuellen Startankündigung und Google Research zum Konzept
Was du sonst noch wissen solltest ...
🚨 Zwei KI-Agenten in fremden Systemen – Ein Gemini-Modell gelangte bei einem Sicherheitstest in geschützte Systeme dreier Unternehmen, ein OpenAI-Agent griff unbefugt auf Dateien eines australischen Medicare-Statistikportals zu; Australien kritisiert, erst Monate später informiert worden zu sein. Wall Street Journal, The Verge und australische Regierung
🗣️ Gemini bekommt einen Live-Avatar – Google ergänzt Gemini Enterprise um einen sprechenden Avatar, der laut Unternehmen zwischen 97 Sprachen wechseln kann; eigene Avatare müssen erst freigeschaltet werden. Google
🧩 OpenAI veröffentlicht MentalHealthBench – Der mit über 80 Fachleuten entwickelte Test bewertet KI-Antworten in fiktiven Gesprächen über psychische Belastungen; eine therapeutische Wirkung belegt er nicht. OpenAI
🧬 Claude hilft bei der Suche nach einem unbekannten Enzymsystem – Anthropic-Forscher entdeckten CRISPR-ähnliche Muster in DNA-Daten und überprüften den Fund im Labor; welche biologische Funktion das System hat, ist noch offen. Anthropic
🎬 YouTube kündigt neue KI-Hilfen für Videos an – Geplant sind ein Schnittassistent, Feedback zu Entwürfen und zusätzliche Stimmerkennung zum Schutz von Creatorn; mehrere Funktionen folgen erst später. YouTube
📱 Qualcomm stellt neue Smartphone-Chips vor – Für den Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 verspricht der Hersteller lokale KI-Modelle mit mehr als 30 Milliarden Parametern; erhältliche Smartphones mit dem Chip nennt die Ankündigung noch nicht. Qualcomm
🏛️ Trump kündigt eine „AI Force“ an – Außerdem will er KI künftig „Super Intelligence“ nennen; laut AP hat zunächst ein Büro des US-Außenministeriums die neue Bezeichnung angeordnet. Trump-Post und AP
🎙️ Google erweitert seine Sprachmodelle – Gemini 3.8 Flash TTS und Flash-Lite TTS sollen Stimmen in mehr als 100 Sprachen erzeugen und werden schrittweise eingeführt. Google
🔊 xAI erneuert seine Spracherkennung – Grok Voice Transcribe 2.0 erkennt Sprache laut xAIs eigenen Tests genauer als die Vorversion; die API-Preise bleiben gleich. xAI
Empfehlung der Woche 💡
Rick Rubin über Kreativität mit KI
Musikproduzent Rick Rubin spricht bei The Diary of a CEO über seine Arbeit mit Johnny Cash, Adele, Eminem und Linkin Park. Dazwischen geht es um eine Frage, die weit über Musik hinausgeht: Was macht eine Idee eigenständig, wenn KI in Sekunden Bilder, Texte und Musik erzeugt?
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Tool der Woche 🧞♂️
Google Vids: kurze Videos selbst machen
Mit Google Vids erzeugst du aus einer Beschreibung neue Videoclips, verlängerst Szenen und legst ihre Länge fest. Am Computer startest du über vids.new und „Create AI videos“. Die Clips sind kurz: Laut Google wählst du derzeit zwischen drei und zehn Sekunden.